{"guid":"d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64","title":"Von proprietär zu Open-Source -Umstellung der kommunalen GDI bei der Stadt Reutlingen","subtitle":null,"slug":"fossgis2025-58190-von-proprietar-zu-open-source-umstellung-der-kommunalen-gdi-bei-der-stadt-reutlingen","link":"https://pretalx.com/fossgis2025/talk/8YA8A7/","description":"Die Stadt Reutlingen, eine Großstadt in Baden-Württemberg, stellte ihre kommunale Geodateninfrastruktur (GDI) von proprietärer auf Open-Source Software um. Ziel ist eine größere digitale Souveränität, Lizenzkostenreduktion und Unabhängigkeit von kommerziellen Anbietern. Im Vortrag wird die Vorgehensweise der Systemmigration und der Aufbau der neuen Open-Source GDI vorgestellt.\n\nKey Facts Stadt Reutlingen:\n\n•\tReutlingen eine der neun Großstädte Baden-Württembergs mit 118.000 Einwohnern \n•\tmehr als 2.600 städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter\n•\tDie Hochschulstadt und frühere Reichsstadt ist die größte Stadt und zugleich Kreisstadt des Landkreises Reutlingen\n•\tSie gehört zur Region Neckar-Alb und zur Metropolregion Stuttgart. Nahebei befindet sich die Mittelstadt Tübingen (12 Kilometer westlich), die nächste Großstadt ist Stuttgart (31 Kilometer nördlich)\n•\tMit der Spreuerhofstraße besitzt Reutlingen die engste Straße der Welt\n•\t17,5 Prozent der Gemarkung Reutlingens gehören zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb, weshalb sich die Stadt auch als das „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet\n\nKey Facts Sachgebiet GeoInformationsSystem der Stadt Reutlingen:\n\n•\tIm Baudezernat, Amt für Stadtentwicklung und Vermessung, Abteilung Vermessung \n•\tDie Stadt Reutlingen ist Untere Vermessungsbehörde in Baden-Württemberg\n•\tDas Geoinformationssystem wurde 1997 aufgebaut mit dem Liegenschaftskataster als erste Datenbank-Fachschale\n•\tTeam von 5 Personen\n•\tstadtinterner \"GIS-Dienstleister\"\n•\t250.000 interne Zugriffe auf das Web-GIS Auskunftssystem im Jahr\n•\tca. 75 Datenbankthemen\n•\tca. 29 Themen, welche von den Fachämtern über GIS-Schnittstellen fortgeführt werden\n•\tseit 2020 Geoportal im Internet für Bürger mit verschiedenen Themenkarten\n•\tUmstellung der GDI auf Open-Source Software von 2021 bis Ende 2024\n\nMotivation zur Umstellung auf Open-Source-Software:\n\n•\tAbhängigkeit der GDI an Autodesk durch amtliche Führung und Qualifizierung des Liegenschaftskatasters\n•\tÄnderungen in der Lizenzpolitik und stetig steigende Lizenzkosten\n•\tMit dem Wechsel der ALKIS Softwarelösung zur Lösung des Landes Baden-Württembergs, gab es keine Abhängigkeiten mehr zur bestehenden GIS-Software\n•\tSuche nach alternativer Software zum Aufbau einer modernen GDI\n•\tBei der Wahl der Systeme war es uns wichtig, zukünftig softwaretechnisch unabhängiger zu werden (Digitale Souveränität)\n•\tDie Datenmigration und Systemumstellung sollte in Eigenregie durchgeführt werden können - ohne Abhängigkeit von einem Hersteller oder Dienstleister\n•\tZiel war es auf eine möglichst unabhängige und lizenzkostengünstige GDI zu wechseln\n•\tDurch die Nutzung von Standards (OGC-konforme Geodatendienste) sollte eine zukunftssichere Infrastruktur geschaffen werden\n•\tSchnell fiel die Wahl auf eine freie, quelloffene Softwareumgebung\n\nSystemmigration:\n\n•\tAusgangslage war eine überwiegend proprietäre GDI. Sie bestand aus einer Oracle Datenbank, die mit verschiedenen Autodesk-Programmen administriert werden konnte. Die GDI bestand aus folgenden Hauptkomponenten:\no\tDatenbank (Oracle/Topobase) - Die Kartendarstellung für das Web-GIS Auskunftssystem erfolgte über die Software MapGuide Maestro und Autodesk Infrastructure Studio\no\tDatenaufbereitung (AutoCAD MAP 3D) - Über AutoCAD erfolgte auch die Einpflegung, Änderung und Löschung von Geoobjekten \no\tKartenserver (MapGuide Open Source) \no\tWeb-GIS (TBview) - Die aufbereiteten Daten wurden im Web-GIS Auskunftssystem den Benutzern bereitgestellt\n\n•\tErsetzten von drei Hauptkomponenten durch Open-Source-Produkte \no\tDatenbank -\u003e PostgreSQL \no\tDatenaufbereitung \u0026 -fortführung -\u003e QGIS\no\tKartenserver -\u003e QGIS-Server\n\n•\t Themenweise Migration der Daten (entsprechend der Datenbank-Fachschalen)\n\n•\t ALKIS GIS-Datenbank -\u003e PostNAS Suite\n\nVorgehen:\n\n1.\tDatenmigration von Oracle in PostgreSQL (PostGIS) \no\tDatenmigration war der Schwerpunkt einer Bachelorarbeit 2021/2022\no\tEs wurden die vorhandenen Daten in Oracle gesichtet und untersucht, um deren Struktur besser verstehen zu können und zu wissen, worauf bei der Datenmigration geachtet werden musste\no\tÜberlegen wie diese Anforderungen in PostgreSQL umgesetzt werden können (z.B. Topologie)\no\tAusarbeitung eines möglichst automatisierten Migrationsprozesses\no\tFür den Migrationsprozess wurde die Software FME verwendet. Diese Software war zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Jahre bei der Stadtverwaltung Reutlingen im Einsatz\n\n2.\tStilisierung der Themen aus MapGuide in QGIS nachbilden\n\no\tkann durch Fachkraft/Azubi durchgeführt werden\no\tSymbole lagen als AutoCAD Block-Elemente vor\no\tSymbole werden in Inkscape als SVG-Datei neu erstellt\n\n3.\tPublikation der Themen mit QGIS-Server und MapProxy über WMS/WMTS \n\no\tQGIS Projekte können direkt über den Server publiziert werden\no\tfür gecachte Services wird MapProxy eingesetzt\n\n4.\tEinbindung der neu aufbereiteten Themen in Web-GIS (TBview)\n\no\tEinbinden von PostgreSQL-Datenbanken\no\tEinbinden von WMS/WMTS-Diensten\n\n5.\tUmstellung der (mobilen) Erfassungsmasken auf QGIS, QField oder weiterhin innerhalb TBview \n\no\tBeispiel Straßenschäden, Baumpflege, Friedhofsgrabverwaltung, Leerstand Gewerbe, Fahrradabstellanlagen …\n\nAufbau der Open-Source GDI (s. Bildanhang):\n\nVorstellung von Projekten:\n\nFriedhofskataster \no\tGeometrien der Gräber werden eigenständig von Fachamt über QGIS (Desktop) fortgeführt\no\tVerknüpfung von Datenbank aus Friedhofsverwaltungssoftware (mpsFIM) für Sachdaten\n\nBaumkataster \no\tKomplett eigenständige Lösung für die Baumkontrolle und -pflege\no\tMobile Datenerfassung mit QField\n\nAusblick\n•\tGeodatendienste im Internet\n•\tUmstellung weiterer Komponenten auf Open-Source?\n\nLicensed to the public under https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/","original_language":"deu","persons":["Simon Kondic","Linus Lambrecht"],"tags":["58190","2025","fossgis2025","Praxisberichte","HS2 (S10)","fossgis2025-deu","Day 1"],"view_count":431,"promoted":false,"date":"2025-03-26T17:05:00.000+01:00","release_date":"2025-03-26T00:00:00.000+01:00","updated_at":"2026-03-11T15:30:11.944+01:00","length":1402,"duration":1402,"thumb_url":"https://static.media.ccc.de/media/events/fossgis/2025/58190-d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64.jpg","poster_url":"https://static.media.ccc.de/media/events/fossgis/2025/58190-d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64_preview.jpg","timeline_url":"https://static.media.ccc.de/media/events/fossgis/2025/58190-d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64.timeline.jpg","thumbnails_url":"https://static.media.ccc.de/media/events/fossgis/2025/58190-d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64.thumbnails.vtt","frontend_link":"https://media.ccc.de/v/fossgis2025-58190-von-proprietar-zu-open-source-umstellung-der-kommunalen-gdi-bei-der-stadt-reutlingen","url":"https://api.media.ccc.de/public/events/d27fc66d-6de2-5590-b357-a8938c4dae64","conference_title":"FOSSGIS 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