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Die Militarisierung der Festung Europa und wie europäische Rüstungskonzerne daran verdienen

Matthias Monroy (Wissensarbeiter and Aktivist und Mitglied der Redaktion der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP)

Über 70 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht - mehr als jemals zuvor. Die meisten von ihnen fliehen in benachbarte Länder, trotzdem werden Europas Außengrenzen weiter hochgerüstet. Davon profitieren europäische Rüstungskonzerne, die ihre Militärtechnologie jetzt zur Migrationsabwehr vermarkten. Systeme zur Überwachung von Seegrenzen mit Radar, Infrarot und Schiffsverfolgung gewinnen an Bedeutung. Die EU-Grenzagentur Frontex wie auch die Beteiligten der Militärmission EUNAVFORMED nutzen Satelliten und große Drohnen, um Geflüchtete nur noch zu beobachten anstatt zu retten. Große Anstrengungen werden darauf verwandt, die aufgenommenen Bilder und Videos in Echtzeit in Lagezentren zu streamen und dort möglichst schnell zu bearbeiten. Die Systeme sollen verdächtige Aktivitäten an den EU-Außengrenzen möglichst automatisiert erkennen.